Cash or Crash - Der Wirtschaftspodcast

#7: Das Schreckgespenst Inflation ist wieder da

Episode Summary

Das Schreckgespenst namens Inflation kehrt zurück. Dabei sah es zu Jahresbeginn noch gut aus. Da lag die Teuerungsrate in Österreich bei zwei Prozent; im Februar waren es dann 2,2 Prozent gewesen. Doch dann sorgte der Iran-Krieg für einen Anstieg der Öl- und Gaspreise. Die Folgen sind nicht nur mehr an den Tankstellen spürbar.

Episode Notes

Das Schreckgespenst namens Inflation kehrt zurück. Dabei sah es zu Jahresbeginn noch gut aus. Da lag die Teuerungsrate in Österreich bei zwei Prozent; im Februar waren es dann 2,2 Prozent gewesen. Doch dann sorgte der Iran-Krieg für einen Anstieg der Öl- und Gaspreise. Das wird eine Kettenreaktion auslösen. Sehr bald werden die Preise für Heizöl, Strom und Lebensmittel steigen. Bereits gestiegen sind die Flugpreise, wie der ORF berichtet hat. Der Treibstoff-Preis für das Kerosin macht bei den Fluglinien ein Viertel der gesamten Kosten aus. 

Das hat dramatische Folgen. So hat das deutsche „Handelsblatt“ berichtet, dass ein Economy-Flug von München nach Bangkok jetzt 3.200 Euro kostet. Das ist ein Plus von 160 Prozent. Bei Singapore Airlines haben sich die Preise für Flüge von Frankfurt nach Singapur verzehnfacht, schreibt das deutsche Portal Reisereporter. Wie  sehr das alles die Inflation befeuern wird, ist noch unklar. Laut ersten Experten-Schätzungen wird die Inflation in Österreich bereits im März wieder von 2,2 auf 2,6 Prozent steigen. In den Folgemonaten wird sie sich dann weiter erhöhen, wenn der Iran-Krieg andauert. 

Zugleich kommen schlechte Nachrichten von der Österreichischen Gesundheitskasse ÖGK. 2020 hatte die ÖGK noch finanzielle Reserven von 1,4 Milliarden Euro verbucht. Die sind jetzt aufgebraucht, hat die Kronen Zeitung berichtet. Grund sind die hohen Verluste. Seit 2020 schreibt die ÖGK jährlich Verluste zwischen 300 und 600 Millionen Euro. Und es wird schlimmer. In zwei Jahren rechnet die ÖGK mit einem Verlust von knapp einer Milliarde Euro. 

Der Grund ist einfach. Die Österreicher werden immer älter. Das strapaziert das Gesundheitssystem. Haupttreiber der Kosten sind steigende Ausgaben – vor allem für Spitäler Ärztehonorare und teure Medikamente. 

Links

https://www.derstandard.at/story/3000000312818/inflation-bei-22-prozent-wegen-des-kriegs-wird-die-teuerung-richtung-drei-prozent-springen

https://kurier.at/wirtschaft/iran-krieg-inflation-duenger-gas-oel-halbleiter-chips-hormus-blockade/403140476

https://www.reisereporter.de/reisenews/fluege-fuer-2026-und-2027-jetzt-buchen-warum-das-sinnvoll-sein-kann-XW3WS27FP5E7BI6ONKT4XERFUU.html

https://www.focus.de/reisen/flug/preishammer-bei-lufthansa-fluege-bis-zu-300-euro-teurer_fb66e883-71f3-4c71-a89f-54a17f0201a2.html

https://orf.at/stories/3423994/

https://www.krone.at/4080076