Cash or Crash - Der Wirtschaftspodcast

#35: Neue Sitten in der Wirtschaftskammer und Debatte über eine Übergewinnsteuer

Episode Summary

Heute geht es in meinem Podcast um zwei Themen: die Wirtschaftskammer und die Übergewinnsteuer. Bei der Wirtschaftskammer macht die neue Präsidentin Martha Schulz ernst mit dem Sparkurs. In der Bundeszentrale wird wie angekündigt jetzt jeder fünfte Job gestrichen. Das setzt natürlich die Landeskammern unter Druck. Sie werden jetzt zeigen müssen müssen, ob sie dem Kurs von Schulz folgen oder nicht. Außerdem wird die Debatte um die Pflichtmitgliedschaft samt den Pflichtbeiträgen – ähnlich wie beim ORF – nicht so schnell verstummen. Die jährlichen Einnahmen für die Wirtschaftskammer können sich jedenfalls sehen lassen: sie betragen im Durchschnitt so an die eine Milliarde Euro. Dazu kommen Rücklagen und Reserven in der Höhe von rund zwei Milliarden Euro – für harte Zeiten sozusagen. Inwieweit Schulz die Strukturen der Wirtschaftskammer verschlanken will ist noch offen. Sowohl die Bundes- als auch die Landeskammern sind in sieben Hauptsparten unterteilt. Die Sparten sind dann in Fachorganisationen unterteilt. Alles ziemlich komplex. Auf der globalen Bühne fahren die Mineralölkonzerne inzwischen satte Gewinne ein. Grund ist der Iran-Krieg. Das lässt den Ruf nach einer Übergewinnsteuer laut werden. Eine Übergewinnsteuer ist eine Sondersteuer. Sie hat das Ziel, außergewöhnlich hohe Gewinne von Konzernen abzuschöpfen, die extrem über dem "normalen Gewinn" liegen. Die Idee dahinter: Unternehmen sollen nicht deshalb sehr viel mehr verdienen, weil irgendwo Krieg herrscht und dadurch die Preise nach oben getrieben werden. Die Kernfrage aber lautet: Würde eine Übergewinnsteuer Benzin und Diesel billiger machen?