Cash or Crash - Der Wirtschaftspodcast

#12 Der EU-Mercosur-Pakt tritt in Kraft - was das für unsere Geldbörse bedeutet

Episode Summary

Am 1. Mai tritt der Handelspakt zwischen der EU und den südamerikanischen Mercosur-Ländern Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay in Kraft. Zumindest einmal vorläufig, da das EU-Parlament noch Bedenken hat. Für die Geldbörse der Konsumentinnen und Konsumenten bietet das Abkommen jedenfalls Vorteile.

Episode Notes

Am 1. Mai tritt der Handelspakt zwischen der EU und den südamerikanischen Mercosur-Ländern Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay in Kraft. Zumindest einmal vorläufig, da das EU-Parlament noch Bedenken hat. Für die Geldbörse der Konsumentinnen und Konsumenten bietet das Abkommen jedenfalls Vorteile. Konkret geht es bei dem Abkommen um die Abschaffung von Zöllen. Insgesamt sind rund 90 Prozent aller Zölle davon betroffen. Rindersteaks aus Argentinien und Kaffee aus Brasilien werden also billiger.  Mit dem Abkommen entsteht eine der größten Freihandelszonen der Welt mit über 700 Millionen Einwohnern und einer gesamten Wirtschaftsleistung von 19.000 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Die Wirtschaftsleistung der USA betrug zuletzt 25.000 Milliarden Euro. Das Handelsabkommen beinhaltet für die EU aber auch strategische Vorteile. Es minimiert die Abhängigkeit der EU von Rohstoffen, da Brasilien und Argentinien über Mineralien verfügen, die in der EU etwa für die Energiewende dringend benötigt werden. Nicht zu den Gewinnern zählt die EU-Landwirtschaft. Der Konkurrenzdruck für diese Branche wird durch das Abkommen nicht geringer. 

https://austria.representation.ec.europa.eu/news/eu-mercosur-abkommen-vorlaufige-anwendung-ab-dem-1-mai-2026-03-23_de

https://orf.at/stories/3424701/